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Bis zum Jahre 1970 fanden die Kirmesveranstaltungen in den eigens zu diesem Zweck in den Höfen der Gaststätten "Failing", "Raabe" und "Zur Linde" aufgebauten Zelten statt. Im Gasthaus "Failing" war zunächst der Burschenverein "St. Pauli" und anschließend der Eigentümer des Gasthauses Veranstalter. Die Kirmesveranstaltungen im Gasthaus "Raabe" richteten der Burschenverein "Frohsinn" und im Gasthaus "Zur Linde" die Burschenschaft "Club Edelweiß" aus. Die Bewirtung der Gäste erfolgte durch die jeweiligen Gastwirte.
Viele Jahre spielte in allen drei Gaststätten jeweils eine Blaskapelle. In den 60er Jahren wurden neben der üblichen Kirmes mit Blasmusik zunächst im Gasthaus "Raabe" und anschließend auch im Gasthaus "Zur Linde" im Saal jeweils Veranstaltungen für die jüngere Generation mit Live-Bands durchgeführt.
An allen Kirmestagen stand im Ortsmittelpunkt von Waldgirmes, dem "Hiwwel", heute Kirchplatz, seit dem Jahre 1899 die Schaustellerfamilie van Elkan aus Marburg mit dem Karussell, sowie einer Los- und Schiessbude. Bei den Gastwirtschaften hatten außerdem teilweise andere Schausteller eine Los- und Schiessbude, sowie Verkaufsstände aufgebaut. Zu erwähnen sind hier die unvergessenen Julius Bajohr (Nachtigall) aus Waldgirmes und Max Keil aus Wetzlar, welche jahrelang der Burschenschaft "Club Edelweiß" die Treue hielten. 
Höhepunkt der Kirmesveranstaltungen war jeweils der traditionelle Kirmesumzug am Kirmesmontag nach dem Frühschoppen. Dieser führte von den Gaststätten durch den alten Ortskern von Waldgirmes. Gewöhnlich trafen sich die Blaskapellen und Zugteilnehmer in der Lauterstrasse bzw. bei der Gaststätte "Klas" (Paula). Hier versuchten die Blaskapellen sich gegenseitig zu übertrumpfen. 
Seit dem Jahre 1971 wird die Kirmes gemeinsam von der Burschenschaft "Club Edelweiß" und dem Burschenverein "Frohsinn" im Festzelt, zunächst an der Dorlarer Straße, anschließend direkt gegenüber dem Hallenbad und bis heute auf dem in unmittelbarer Nähe liegenden Festplatzgelände durchgeführt. Gründe für den Wechsel von den Gaststätten im Ort ins Festzelt am Ortsrand waren einerseits die hohen Kapellenkosten, die von den ausrichtenden Vereinen fast nicht mehr finanziert werden konnten. Andererseits bestand bei den Wirten der Gaststätten "Raabe" und "Zur Linde" keine Bereitschaft mehr zur Durchführung der Bewirtschaftung. Nach mehreren gemeinsamen Vorstandsitzungen beschloss man die Kirmes gemeinsam in einem Festzelt auszurichten. Neben der eigentlichen Organisation der Kirmes musste auch die Bewirtschaftung von den Vereinen übernommen werden, da sich hierzu kein einheimischer Gastwirt bereiterklärte. Dass alle Gäste zur Zufriedenheit bewirtet werden konnten, ist dem Giessener Brauhaus zu verdanken, welches anfangs zwei Bedienstete über den gesamten Zeitraum der Kirmes kostenlos abstellte. Die Verpflegung der Kirmesbesucher übernahm bis heute die Metzgerei Kraft.
Fand zunächst am Freitag das Blumenbinden statt, so wird dieses seit einigen Jahren am Donnerstagabend durchgeführt, da sich am Freitagabend eine Veranstaltung mit DJ bzw. Live-Musik durchgesetzt hat. In den Jahren 1972 bis 1999 wurde von der Gemeinschaft der Ortsvereine Waldgirmes jeweils am Samstag ein Dorfgemeinschaftsabend veranstaltet. an Stelle dessen findet jetzt jedes Jahr ein Rockabend mit zwei Live-Bands stattfinden. Der traditionelle Dorfgemeinschaftsabend wurde dafür im Oktober in der Lahnauhalle ausgerichtet. Den Kirmesumzug verlegte man damals auf sonntags, um den Frühschoppen am Montag nicht zu unterbrechen. Der traditionelle Frühschoppen, welcher Besucher aus dem gesamten Kreisgebiet anzieht, und die abendliche Tanzmusik am Kirmesmontag erfolgen wie in den vergangenen Jahren unverändert. 
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